Sedwitz

Die Breitwandfilm war für die Stoffentwicklung und die Postproduktion für die ARD Serie Sedwitz, in Zusammenarbeit mit der NSA Germany in München verantwortlich.

Anbei ein Artikel zum Drehstart der ARD.

Muss die Geschichte des Zusammenbruchs der DDR neu geschrieben werden? Eine mögliche und nicht ganz ernst gemeinte Antwort darauf könnte die sechsteilige Serie “Sedwitz” geben, die seit September 2015 ausgestrahlt wurde.

Darum geht es bei “Sedwitz”

Im Mittelpunkt steht der DDR-Grenzoffizier Ralle Pietzsch (Thorsten Merten), der 1988 von einem sterbenden Stasi-Führer den Schlüssel zu einem hoch geheimen Tunnel unter der Grenze erhält. Statt ihn, wie versprochen, abzugeben, möchte er seinem Sohn den sehnlichsten Geburtstagswunsch erfüllen und einen Zauberwürfel schenken. Doch den gibt es nur im westlichen Teil des fiktiven oberfränkisch-thüringischen Ortes Sedwitz. Nur einmal will Ralle in den Westen, doch dann trifft er auf den notorisch arglosen BGS-Beamten Hubsi (Stephan Zinner), den geschäftstüchtigen Gastwirt Franz Haueisen (Hannes Ringlstetter) und die hübsche Lehrerin Astrid (Judith Richter). Ehe er sich versieht, steckt Ralle in einem Geflecht von Schmuggel, Korruption und Geheimdienstlichkeiten. Sogar die Akte “Kaiserwalzer” will man ihm verkaufen, bevor sie Russen oder Amerikanern in die Hände fällt. Vor allem erkennen Ralle und seine neuen Freunde langsam, dass sie sich nur behaupten können, wenn die kleinen Leute westlich und östlich der Grenze zusammenarbeiten.

Zur Produktion von “Sedwitz”

Stefan Schwarz und Regisseur Paul Harather (”Indien”, “Die Schlawiner”) haben das Drehbuch zu “Sedwitz” geschrieben. “In unserer Serie ermöglichen wir es mit einem kleinen Trick, dass sich Ost und West vor der Wende wie in einem Laboratorium begegnen”, beschreibt Autor Schwarz den neuen Blickwinkel von “Sedwitz”, “ganz ohne Sektregen und Trabbikolonnen. Wir machen die Mauer im Jahr 1988 einen Spalt auf, so dass nur wenige durchschlüpfen können, damit wir besser sehen können, was die Mauer für den Normalbürger bedeutete.”

Dafür, dass dieser Blick ins deutsch-deutsche Labor nicht bierernst gerät, steht Regisseur Paul Harather. Er findet, man müsse ja nicht über das Thema lachen, “aber man darf den Humor nicht verlieren”. Auch deswegen heißt Harathers Produktionsfirma, die “Sedwitz” für den BR und den MDR produziert, NSA (Neue System Agentur). Die Redaktion lag bei Elmar Jaeger (BR) und Uwe Heilenz (MDR), die Federführung bei Annette Siebenbürger (BR).

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